Senegal – Traumhafte Landschaften und das Tor ohne Wiederkehr

Eine Reise nach Senegal beginnt in der Regel mit dem Gatway Dakar. Dakar ist die Hauptstadt von Senegal, das wirtschaftliche Zentrum des afrikanischen Landes und liegt auf der Kap-Verde-Halbinsel an der Küste des Atlantiks.

Dakar, Senegal
Blick zum Atlantik über die Dächer Dakars, der Hauptstadt des Senegal.

Auf einem vulkanischen Hügel findet sich eine interessante Sehenswürdigkeit von Dakar und Senegal: der Leuchtturm, der oft auch als Phare des Mamelles bezeichnet wird. Der Leuchtturm steht etwa 9 km von der Stadtgrenze entfernt und weist seit 1864 mit einem Leuchtfeuer, das neben dem des Leuchtturms in Kapstadt als das stärkste in Afrika gezählt wird, Seefahrern den Weg entlang der atlantischen Küste. Seit 2010 thront eine 49 Meter hohe Bronzestatue, das Monument der afrikanischen Renaissance, vor den Toren Dakars. Sie ist höher als die Freiheitsstatue in New York und erinnert an die Unabhängigkeit des Staates Senegal. Senegal war einst französische Kolonie und seit der Unabhängigkeit von 1960 ist das zentralisierte Regierungsmodell auch heute noch an das von Frankreich angelehnt.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Dakar sind die große Moschee und das historische Stadtzentrum, Le Plateau. Überragt vom Minarett der großen Moschee finden sich im afrikanischen Viertel von Dakar verschlungene Gassen, kleine Läden und der Tilène-Markt. Das emsige Treiben der Hauptstadt des Senegal lässt sich am intensivsten im belebten Markttreiben auf dem Sandanga-Markt spüren, wo neben Lebensmittel auch Bücher und Andenken angeboten werden. Kunstliebhaber sollten das Theodor Monod African Art Museum besuchen und Sportbegeisterte werden mit dem Stadion Léopold Sédar Senghor auf ihre Kosten kommen.

Nordöstlich von Dakar badet es sich in Senegal wie im Toten Meer. Der Retba-See, wegen seiner Farbe Lac Rose genannt, ist ein Salzsee, der nur durch eine Düne vom Meer getrennt liegt. Der Der See war das Endziel der Rally Dakar, die einst berühmteste Wüstenrallye der Welt, die unter gleichem Namen seit 2009 in Südamerika ausgetragen wird.

Saly Strand, Senegal.
Am Strand von Saly an der Petite-Côte im Senegal.

Einen sehr schönen Badestrand bietet Senegal in Dakar mit den Sandstrand N’Gor und unweit der Stadt erstrecken sich der 4 km lange Sandstrand des Badeortes Saly an der Petite-Côte. Die Petite-Côte ist nicht nur das größte Urlaubsgebiet von Senegal, sondern auch das von Westafrika. Ebenfalls an der Petite-Côte liegt M’bour mit Stränden die zum Baden zwischen traditionellen Fischerbooten einladen. Eine Sehenswürdigkeit ist hier das experimentelle Ökologische Schutzgebietes von M’bour.

Insel Goree, Senegal
Blick auf die Insel Gorée im Senegal.

Lediglich eine Bootsfahrt von Dakar entfernt liegt die geschichtsträchtige Insel Gorée von Senegal. Neben einem Künstlerviertel und einer Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, zeigen sich hier vor allem die Spuren den Sklaverei. Von hier aus wurden tausende Afrikaner von Senegal nach Europa und Nordamerika verschifft, an deren Leben in Unfreiheit, Misshandlungen und Vergewaltigungen das hiesige Museum Maison des Esclaves, das zwischen 1776 und 1778 erbaute große Sklavenhaus mit dem berühmten Tor ohne Wiederkehr, erinnert.

An der Mündung des Flusses Senegal im Nordwesten von Senegal liegt an der Küste die Stadt Saint-Louis, die als erste Kolonie Frankreichs in Afrika gegründet wurde und bis 1902 Hauptstadt von Französisch-Westafrika war. einen besonderen französischen Einfluss kann man mit der Pont Faidherbe Brücke, die den Fluss Senegal überquert, erleben. Die Brücke wurde von Gustave Eiffel erbaut, dem Paris seinen Eiffelturm und New York seine Freiheitsstatue zu verdanken hat. Hier, Im Norden von Senegal, findet sich ebenfalls ein Weltnaturerbe der UNESCO. Mit dem Djoudj-Nationalpark bietet der Senegal das drittgrößte Vogelreservat der Welt. hier leben ganzjährig etwa 400 Vogelarten, zu denen sich die überwinternden Vogelarten Europas gesellen und nach der Überquerung der Sahara zum ersten Mal Süßwasser finden.

Im südlichen Teil von Senegal befindet sich die Region Casamance mit der Stadt Ziguinchor, die 230.000 Einwohner zählt und wichtiger Handelsort zwischen Gambia und Guinea-Bissau ist. In der Region befinden sich die wunderschönen Mangrovensümpfe von Senegal und geben den Blick frei auf eine sehr artenreiche Flora und Fauna.

Mangrovensümpfe im Senegal.
Mangrovensümpfe im Senegal.

Nahe der Küste zeigt der Senegal hier einzigartige Reisfeldlandschaften in seiner fruchtbarsten Region und lädt zu Wanderungen quer durch einen Pflanzenreichtum ein. Ebenfalls findet man hier auf seiner Reise nach Senegal traumhaft Strände, von denen der Cap-Skirring der wohl schönste ist.

2006 wurden die megalithischen Steinkreise in Senegambia von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen. Im Senegal befinden sich die Steinkreise bei Sine Ngayène und Wanar, die im 8. Jahrhundert auf Gräbern errichtet wurden. Wissenschaftler konnten bis heute nicht genau definieren, wer die Steinkreise errichtete und welche genaue Funktion sie hatten, Funde von Waffen und Schmuck deuten aber auf Herrschergräber. Seit 2012 gehören auch die Kulturlandschaften der Bassari, Fula und Bedik im Senegal zum UNESO-Weltkulturerbe und sind Zeuge einer alten Kultur und traditioneller Siedlungsform.

Landschaftliche Schönheiten bietet der Senegal mit seinen vielen Nationalparks, die unzählige Pflanzen- und Tierarten beheimaten. Zum Beispiel das Guembeul-Reservat im Norden von Senegal mit Mangroven, Buschland und Lagunen, das Bandia-Reservat mit den großen Tieren Afrikas und das Sine-Saloum-Delta, wo sich das Süßwasser der Flüsse Sine und Saloum mit dem Salzwasser des Atlantiks zu einem einzigartigen Lebensraum vereinen.

Eine besondere Sehenswürdigkeit im Senegal an der Grenze zu Guinea ist der Nationalpark Niokolo-Koba, der seit 1981 UNESCO-Weltnaturerbe ist. Der Nationalpark Niokolo-Koba ist wegen Bebauung und Wilderei, die einen Rückgang der Tierwelt von 1990 bis 2007 um 98% verursachte, auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen.

Lompoul-Wüste im Senegal
Die Lompoul-Wüste im Senegal.

Wen es in eine Wüstenregion zieht kann im Senegal mit der Lompoul-Wüste einen Vorgeschmack auf die weiten Wüstenflächen Mauretaniens bekommen und sich in 40 bis 50 Meter hohen Sanddünen wiederfinden. Erkundungstouren bieten sich hier vor allem auf dem Rücken von Kamelen an.

Der Senegal hat ein tropisches Klima mit zwei Jahreszeiten. Während von Juni bis Oktober die heiße und feuchte Jahreszeit mit durchschnittlichen Temperaturen von 27 °C andauert herrscht die kühlere Jahreszeit von November bis Mai als Trockenzeit. Das Klima variiert jedoch innerhalb des Landes und so sind Temperaturen von 40 °C im April im südlichen Senegal nicht ungewöhnlich während durch den Kanarenstrom im Norden des Landes gemäßigtere Temperaturen um 25 °C herrschen. Die beste Reisezeit für den Senegal liegt zwischen Dezember und Mai in der Trockenzeit.

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